Deutsche Bischofskonferenz: Dr. Dennis Halft OP zum Berater berufen

 

Abb.: katholisch.de

[29.09.2021] Auf der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz wurde Dr. Dennis Halft OP, Dipl.-Theol. (Theologische Fakultät Trier / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) für die Arbeitsperiode 2021-2026 zum Berater der Unterkommission für den Interreligiösen Dialog gewählt.

Die Unterkommission für den Interreligiösen Dialog ist der Kommission Weltkirche (X) zugeordnet und nimmt einen dreifachen Auftrag wahr: Sie setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für den christlich-islamischen Dialog ein, sie erarbeitet kirchliche Positionen im Dreiecksverhältnis Kirche – Staat – Islam und sie gestaltet den Dialog der deutschen Bischöfe mit führenden Vertretern des Islam. Mitglieder der Unterkommission sind Dr.  Bertram Meier, Bischof von Augsburg (Vorsitzender), Dr. Karlheinz Diez, Weihbischof in Fulda, und Wilhelm Zimmermann, Weihbischof in Essen.

Wir gratulieren Dennis Halft OP zu seiner Ernennung!

 

 

 

  

 

Theologisches Symposium zum 60. Geburtstag von Prof. Dr. Ulrich Engel OP

 

Abb.: KAAD

[12.09.2021] Teilnehmer*innen aus Großbritannien, Spanien, Italien, der Schweiz und Deutschland haben sich Mitte September 2021 auf Anlass des 60. Geburtstags von Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Theologie und Spiritualität Berlin / PHT Münster) zu einem wissenschaftlichen Symposium zum Thema "Apologie der Verschiedenheit" in Berlin zusammengefunden. Organisiert von drei Schülern des Jubilars - Jan-Niklas Collet, Dr. Rainer Gottschalg und Dr. Florian Kleeberg - versammelte das Treffen Weggefährt*innen zu Vorträgen und Diskussionen, die allesamt ihren gedanklichen Ausgangspunkt von dem Text "Apologie der Verschiedenheit" des französischen Intellektuellen Michel de Certeau SJ (1925-1986) nahmen.

Eingeleitet wurde das Treffen im Militärbischofsamt von Ulrich Engel mit einer an de Certeau Maß nehmenden philosophisch-theologischen Reflexion über die Frage, ob, und falls ja: wie Erfahrungen gemeinschaftlicher (Glaubens-)Praxis spätmodern überhaupt noch möglich sind. Daran anschließend diskutierte Felix Geyer ISch (München / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) den Erfahrungs- und Religionsbegriff des philosophischen Pragmatismus als vorläufige Erweiterung des Denkens der Verschiedenheit. Dr. Daniel Barreto (Universidad de Las Palmas de Gran Canaria) thematisierte die Übersetzungstheorie Franz Rosenzweigs. Dr. Michael Hoelzl (University of Manchester) fragte nach den Grundproblemen pastoraler Herrschaft und ihrer politischen Aktualität. Dr. Dr. Teresa Forcades i Vila OSB (Benediktinerinnenabtei Montserrat/Katalonien) untersuchte Certeaus Théologie de la Différence aus der Perspektive der klassischen trinitarischen Theologie insbesondere in Bezug auf die Theologie des Thomas von Aquin. Dr. Dennis Halft OP (Universität Trier / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) skizzierte im historischen Angang die Konturen einer Jüdischen "Theologie der Verschiedenheit" nach der Shoah im Denken von André Neher (+ 1988). Prof. Dr. Felix Körner SJ (Pontificia Università Gregoriana, Rom) entwarf eine Theologie der Andersheit im Blick auf das aktuelle Verhältnis zwischen Christentum und Islam. Dr. Rainer Gottschalg (ZdK Bonn) befasste sich mit Weltbegegnung im Modus der Digitalität. Dr. Florian Kleeberg (Bistum Münster) fragte nach den Folgen einer Theologie der Verschiedenheit für diverse menschliche Beziehungsformen. Jan Niklas Collet (Universität Köln) dachte Certeaus Apologie der Verschiedenheit in befreiungstheologischer Perspektive weiter im Blick auf die heute vielerorts anzutreffenden Tendenzen einer rechten Normalisierung. Das Symposium, das die Teilnehmenden auch zu verschiedenen Gebetseinheiten und gemeinsamen Mahlzeiten zusammenkommen lies, schloss mit einem Festvortrag von Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PHT Münster), der Meister Eckharts "Reden der Unterscheidung" einer Relecture unterzog und so auch - v.a. im Gehorsamsbegriff - ihr machtkritisches Potential deutlich machen konnte. 

 

 

 

 

  

 

Th. Eggensperger OP und U. Engel OP referieren bei Schönstatt-Priesterfortbildung

 

Abb.: Schönstatt-Bewegung

[07.09.2021] Im Rahmen der Tagung "Auf der Suche nach dem Seelsorger von Morgen" referierten Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A., und Prof. Dr. Ulrich Engel OP (beide: Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Campus für Philosophie und Theologie Berlin) am 6. und 7. September 2021 vor mehr als zwei Dutzend Zuhörern. Die Konferenz richtete sich an die Mitglieder alle vier Schönstattischen Priestergemeinschaften und thematisierte die gesamtkirchliche Situation, mit der Pastoral heute konfrontiert ist: Machtmissbrauch in Form von sexueller und geistlicher Gewalt, Veränderung von Seelsorgestrukturen in den Diözesen wie auch eine weiter voranschreitende Säkularisierung in den westlichen Gesellschaften.

Prof. Eggensperger widmete sich in seinem Vortrag dem Thema der Macht in der Seelsorge und suchte - ausgehend von Thomas von Aquin - nach Kriterien für einen klugen Umgang mit Macht. Prof. Engel konstatierte in seinem Beitrag eine zunehmende Abnahme der institutionell-religiösen Bindung weiter Teile der Bevölkerung in Europa und fragte vor diesem Hintergrund nach Konzepten für eine "säkulare Seelsorge", die den "Jedermann-Glauben" (Christoph Theobald SJ) der religiös-unmusikalischen Menschen ernstnimmt. Mit Rückfragen, in Gruppendiskussionen und im jeweils abschließenden Plenumsgespräche vertieften die Teilnehmer die Thematik. 

 

 

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