"Zeit ohne Ewigkeit" in 2. Auflage erschienen!

[01.11.2018] Noch im Erscheinungsjahr erlebt das Buch "Zeit ohne Ewigkeit" von Thomas Dienberg, Thomas Eggensperger und Ulrich Engel seine zweite Auflage. Dies zeigt, welch aktuelles Thema die drei an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster lehrenden Theologen in ihrer Veröffentlichung behandelt haben.

Zeit-Management, Work Life-Balance und Freizeit sind brandaktuelle Themen, die gegen Stress, Burnout und digitale Omnipräsenz angeführt werden. Personalchefs, Gewerkschafter, aber auch Kirchenvertreter müssen allgemeine Erfordernisse und individuelle Bedürfnisse befriedigen: Nur zufriedene Mitarbeiter erbringen die erhoffte Leistung, nur überzeugte Arbeitgeber sind offen für alternative Beschäftigungsmodelle, die Work Life-Balance, Familienauszeiten und Sabbaticals zulassen. Für die Kirchen und die Gesellschaft wird dies existenziell: Sie leben davon, dass Gläubige Zeit und Muße finden, sich sozial und kirchlich zu engagieren. Hier setzt das Buch an: In Theologie und Spiritualität gibt es eine lange Tradition der Auseinandersetzung mit Freizeit und Muße. Das Buch der drei an der PTH Münster tätigen Professoren hebt diese Schätze und macht sie für das Leben heutiger Menschen fruchtbar.

Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap (IUNCTUS Münster / PTH Münster: Theologie der Spiritualität) beleuchtet den „Umgang mit der Zeit“ auf der Basis einer Theologie der Spiritualität. Zeit-Erleben heute ist sowohl digitalisiert und entgrenzt als auch be- und entschleunigt, wobei gerade Letzteres oftmals nur ein noch zu erreichendes Desiderat darstellt. Das Zeit-Erleben steht unter den Konditionen der Geschichte, denn der Mensch lebt mit der gottgeprägten Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Dies gilt es nicht nur zu reflektieren, sondern auch zu konkretisieren.

Das Spannungsfeld „Arbeit, Muße, Langeweile“ – ein scheinbar unwirkliches Wechselverhältnis – wird seitens Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster: Sozialethik) sozialethisch debattiert. In der Sozialgeschichte hat sich die Einstellung zu Muße, Langeweile oder acedia verändert: Die anfänglichen Reserven gegenüber diesen menschlichen Grundeinstellungen, theologisch zeitweise als Todsünde betrachtet, lösen sich zunehmend auf in eine positiv gerichtete Gestaltung von freier Zeit, die nicht totgeschlagen, sondern im Sinne einer Zeitsouveränität gestaltet wird. Arbeit und Freizeit sind heutzutage weniger Antipoden als vielmehr Partner.

In systematisch-theologischer Hinsicht untersucht Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster: Philosophisch-theologische Grenzfragen) Dauer und Ende der Zeit. Seine Tiefenbohrungen im Anschluss an die Philosophen Walter Benjamin und Giorgio Agamben wollen der begrenzten (Lebens-)Zeit Positives abzugewinnen. Nur wo die Zeit theologisch als endlich gedacht und in diesem Sinne gelebt wird, gewinnt menschliches Leben Tiefe. Benjamin argumentiert mit der (säkularisierten) Figur des Messias. Agamben erkennt in den Texten des hl. Paulus einen qualitativ neuen Zeitbegriff, der die „Jetztzeit“ vom „Ende der Zeiten“ her zu deuten versucht.

 

Bibliographie: Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel, Zeit ohne Ewigkeit. Lebensgefühl und Last des gehetzten Menschen, Matthias Grünewald Verlag Ostfildern 22018, 124 S., geb., € 22,00, ISBN 978-3-7867-3093-4.

 

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Studium der Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin


Foto: Freie Universität Berlin, Siegel

[01.10.2018] Mit dem 1. Oktober 2018 hat Amirhoushang Rahmannejad OP sein Studium der Islamwissenschaft an der Freien Universität aufgenommen. Im begleitenden Studienprogramm ist er in den Fächern Judaistik und Katholische Theologie eingeschrieben. In den ersten Semestern stehen neben den obligatorischen Einführungsveranstaltungen vor allem die Sprachen Arabisch und Hebräisch an. Amirhoushang Rahmannejad OP ist seit Frühjahr 2018 Mitglied der Dominikanerkommunität am Instituut M.-Dominique Chenu Berlin. 

 

Website des Instituts für Islamwissenschaft an der FU Berlin >> 

 

 

 

 

 

Dennis Halft OP is Fellow at the Hebrew University of Jerusalem 


Foto: The Martin Buber Society of Fellows in the Humanities, Jerusalem

[01.10.2018] Since 1st of October, 2018, Dr. phil. Dennis Halft OP, Dipl.-Theol., is a Postdoctoral Research Fellow of the Martin Buber Society at the Hebrew University, Jerusalem. In his research project he is working about Twelver Shīʿī-Jewish interactions in early modern Iran; a critical edition of Anbāʾ al-anbiyāʾ (“Tidings of the Prophets”), a Persian polemical work by the 18th-century Jewish convert to Islam Ismāʿīl Qazvīnī.

The Society is a German Foundation financed by the Federal Ministry of Education and Research (BMBF). Its research facility is situated at the Hebrew University of Jerusalem. It is aimed at creating a creative, vibrant scholarly environment for outstanding young scholars in all fields of the Humanities and Social Sciences. Scholars from the two countries who have completed their Ph.D. degrees within the last five years are eligible to apply, on the basis of a detailed research proposal, for generous fellowships, initially for a period of two yeas, but renewable for further periods thereafter upon submission of a long-term research project which will be evaluated by the Academic Committee. The Fellows -- five from Israel and five from Germany in each annual batch -- are housed at the Hebrew University and work in offices in the beautifully appointed Mandel Building on the Mount Scopus campus. 

 

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