Thomas Eggensperger OP bei Studienkonferenz in Hildesheim 

 

[06.02.2015] Gemeinsam mit dem Netzwerk Kirche in Freizeit der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Thomas-Morus-Akademie Bensberg lud die Katholische Arbeitsgemeinschaft Freizeit und Tourismus der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) vom 1. bis 3. Februar 2015 zu einer Studienkonferenz nach Hildesheim ein. Unter dem Titel „Kirchen und Klöster als Weltkulturerbestätten“ fragten die versammelten Expert/-innen nach den Chancen, Herausforderungen, Wechselwirkungen. Sind kirchliche Weltkulturerbeinstitutionen eher als touristische Attraktionen oder als Orte des religiösen Lebens anzusehen?

Die Studienkonferenz wandte sich vornehmlich an Vertreter/-innen von Kirchen, Klöstern, Städten und Regionen mit Welterbestatus bzw. die ihn anstreben, an Ordensangehörige, Expert/-innen aus touristischen Institutionen in Regionen, Städten und Orten sowie aus Unternehmen, aus Forschung, Lehre, Beratung, Wirtschaftsförderung, Medien, kirchlichen Einrichtungen.

In Deutschland hat sie 39 Standorten die begehrte Auszeichnung verliehen und 27 Kulturformen, wie u.a. die Oberammergauer Passionsspiele, in das Verzeichnis des immateriellen Welterbes aufgenommen. Wie können die Kirchen, die bis heute meist noch ihren ursprünglichen Aufgaben als Orte des Gebetes und des Gottesdienstes dienen, auf diese hohe, vorwiegend museal geprägte Besuchernachfrage reagieren? Stellt die spirituelle Ansprache dieser Besucher eine Chance für die Kirchen dar? Wie kann sie gestaltet werden? Welche Formen der Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Kirchen ergeben sich?

Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A., Direktor des Institut M.-Dominique Chenu Berlin, Fachvertreter für Sozialethik an der Phil.-Theol. Hochschule Münster und Mitglied der Kath. Arbeitsgemeinschaft Freizeit und Tourismus, kam die Aufgabe zu, die dreitägige Diskussion abschließend zu bündeln und vorläufig zu bilanzieren.

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