Ulrich Engel OP referiert über Zukunftsperspektiven des Ordenslebens

 

[11.05.2015] Im Rahmen einer Tagung zum 500. Geburtstag der spanischen Mystikerin Teresa von Ávila (1515-1582) referierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) am 10. Mai 2015 in Bensberg. Die zweitägige Veranstaltung in der Thomas Morus Akademie des Erzbistums Köln befasste sich mit der Mystik der Kirchenlehrerin und Karmeliten.

Klöster waren und sind immer wieder Impulsgeber für die Erneuerung des Christentums. Besonders Teresa von Ávila, aber auch ihr Ordensbruder Johannes vom Kreuz, weisen bis heute als charismatische Persönlichkeiten Christen den Weg zu einer neuen Innerlichkeit im Leben. Eine starke Bindung an Gott zeigt sich für beide nicht in nur äußerlichen Handlungen, sondern in der Öffnung für eine spirituelle Gebets- und Glaubenspraxis. Welche Auswirkungen, so fragte die Tagung, hatten ihre Biographien auf ihr Glaubensleben, aber auch auf die Orden und das christliche Selbstverständnis der Zeit? Worin zeigt sich die bleibende Aktualität von Teresa von Ávila und Johannes vom Kreuz? Wie steht es demgegenüber um die prophetische Kraft der Klöster und Orden heute?

Neben dem Kirchenhistoriker Prof. Dr. Dr. Mariano Delgado (Universität Fribourg/Schweiz), der Religionswissenschaftlerin PD Dr. Ulrike Stölting (Universität Saarbrücken) und der Dogmatikerin Prof. Dr. Margit Eckholt (Universität Osnabrück) war auch Engel eingeladen. Ihm oblag es, den Bogen vom 16. Jahrhundert zum prekären Heute des klösterlichen Lebens in Mitteleuropa zu schlagen.  

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