Studienregens Thomas Eggensperger OP gibt neues Buch heraus

[11.08.2015] Am 28. Januar 2014 verlieh der Dominikanerorden seinen beiden Mitgliedern aus der norddeutschen Provinz Teutonia, Dr. Tiemo Rainer Peters OP (Münster) und Prof. Dr. Walter Senner OP (Rom), den akademischen Titel eines „Magister in Sacra Theologia“. Aus diesem Anlass haben sich der Fundamentaltheologe Tiemo Rainer Peters und der Mediävist Walter Senner in ihrer jeweiligen „Lectio magistralis“ historisch und theologisch mit dem Politischen bei Thomas von Aquin auseinandergesetzt und dessen Bedeutung für die Gegenwart reflektiert.

In seiner Eigenschaft als Regens studiorum der Dominikanerprovinz Teutonia hat Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) die beiden Vorlesungen der Gehrten zusammen mit anderen Texten sowie den Würdigungen der Gutachter und den Grußworten der Vertreter des Ordens, der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Päpstlichen Universität des Hl. Thomas in Rom (Angelicum) zu einem Buch versammelt. Dieser Tage ist es im Matthias-Grünewald-Verlag erschienen.

Dominikanische Theologie nimmt ihren Ausgang bei den Menschen in ihren konkreten Lebenssituationen inmitten der Welt. Diesen Ansatz vertrat bereits Thomas von Aquin, der auf die Tradition hören und gleichzeitig auf die sozialen und politischen Verhältnisse der Zeit theologisch antworten wollte. Peters und Senner gehen von ihrer jeweiligen wissenschaftlichen Hermeneutik aus und damit von unterschiedlicher Seite aufeinander zu – ein ungewöhnliches Unterfangen mit signifikanten Ergebnissen. 

Bibliographie: Tiemo R. Peters / Walter Senner, Bewahren und bewähren. Historische und politische Theologie im Anschluss an Thomas von Aquin, hrsg. von Thomas Eggensperger, Matthias-Grünewald-Verlag Ostfildern 2015, 175 S., geb., € 25,00, ISBN 978-3-7867-3042-2.

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Thema: Gerechtigkeit denken. Perspektiven der Sozialethik

 

[04.08.2015] Die dritte Ausgabe des 56. Jahrgangs der Dominikanerzeitschrift WORT UND ANTWORT widmet sich der Sozialethik.

Emanuel John setzt sich als Philosoph mit dem Sozialethiker Eberhard Welty auseinander, der in diesem Heft nicht zufällig eine Rolle spielt: Vor 80 Jahren (1935) promovierte der Dominikaner in Köln mit seiner These „Gemeinschaft und Einzelmensch. Eine sozial-metaphysische Untersuchung nach den Grundsätzen des hl. Thomas von Aquin“, vor 50 Jahren (1965) starb Welty in Freiburg/Br., nachdem er im Studienhaus der deutschen Dominikaner in Walberberg eine bedeutende sozialethische Tradition begründet und entfaltet hatte. Anders als John, der sich mit Weltys Personbegriff auseinandersetzt, um sich des Problems des sozialen Leids anzunehmen, untersucht Rudolf Uertz Weltys thomistischen Ansatz und vergleicht diesen mit dem seiner Mitbrüder Arthur F. Utz OP und Franz-Martin Schmölz OP. Reinhold Jackels stellt Welty schließlich biographisch vor.

Der Moraltheologe Alexis Fritz zeigt am Beispiel des Caritasverbands - als einer von sechs Spitzenverbänden der freien Wohlfahrtspflege eine Säule staatlicher Sozialpolitik – den tiefgreifenden Paradigmenwechsel, nachdem zunehmend marktwirtschaftliche und wettbewerbliche Steuerungselemente eingeführt wurden bzw. werden mussten. Thomas Eggensperger OP skizziert hinsichtlich des Wechselverhältnisses von Religiösem und Säkularem einen „Raum des Mundanen“, um der Interkation zwischen Öffentlichem und Privatem von Anschauungen gerecht zu werden. Um sozialethisch und kirchlich Gerechtigkeit zu denken, bedarf es auch der angemessenen Rezeption globaler Herausforderungen, wie sie der Mainzer Sozialethiker Gerhard Kruip fordert und anhand einiger konkreter Vorschläge voranzutreiben sucht.

 

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Demokratie als Basis und Ausdruck dominikanischer Brüderlichkeit

  

[31.7.2015] Der auf eine Tagung an der Philosophischen Fakultät der Universität Potsdam zurückgehende Sammelband „Zwischen Ideal und Ambivalenz“ bietet einen interdisziplinären Überblick über die Darstellung von Geschwisterbeziehungen und die Verwendung geschwisterbezogener Termini innerhalb abendländischer sowie antiker nahöstlicher Kulturtraditionen. Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) ist mit einem Beitrag zum Thema „»Unsere Demokratie soll Ausdruck unserer Brüderlichkeit sein« - Eine theologische Rekonstruktion von Geschwisterlichkeitskonzeptionen in katholischen Ordensgemeinschaften am Beispiel des Ordo Praedicatorum“ vertreten.

Idealiter praktiziert die Kirchen ihre Wahrheitsdiskurse als „Kommunikationsgemeinschaft“. Das gilt auch für die katholische Kirche. Organisiert ist dieses kommunikative Kollektiv als Gemeinschaft verschiedener Subjekte. In biblischer Diktion werden diese Subjekte als geschwisterliche Gemeinschaften bezeichnet (vgl. Röm 12,10). Zu diesen Subjekten der globalen Catholica zählen seit ihren Anfängen im 4. Jahrhundert die Klostergemeinschaften. Ein Teilsubjekt dieser Klostergemeinschaften wiederum ist der Orden der Predigerbrüder. Was den 1216 gegründeten Dominikaner- oder Predigerorden (Ordo Praedicatorum) jedoch von allen anderen katholischen Klostergemeinschaften grundlegend unterscheidet, ist seine demokratische Leitung. Engel vertritt die These: Die demokratisch verfasste Leitungsstruktur des Predigerordens ist Basis und Ausdruck dominikanischer Brüderlichkeit.

Bibliographie: Unsere Demokratie soll Ausdruck unserer Brüderlichkeit sein“ – Eine theologische Rekonstruktion von Geschwisterlichkeitskonzeptionen in katholischen Ordensgemeinschaften am Beispiel des Ordo Praedicatorum, in: Ulrike Schneider / Helga Völkening / Daniel Vorpahl (Hrsg.), Zwischen Ideal und Ambivalenz. Die Darstellung der Geschwisterbeziehungen in ihren soziokulturellen Kontexten, Peter Lang Verlag Frankfurt/M. u.a. 2015, 303-318.

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