Ulrich Engel OP äußert sich zur Bewegung der Arbeiterpriester

 

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[01.05.2020] Aus Anlass des Tags der Arbeit, dem 1. Mai, veröffentlicht der Journalist Christoph Paul Hartmann einen Text über Geschichte und Gegenwart der Arbeiterpriester bzw. Arbeitergeschwister. Innerhalb der katholischen Kirche waren die Priester, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Fabriken gingen und dort als einfache Arbeiter tätig wurden, höchst umstritten. In den 1950er Jahren wurde das "Experiment" gleich zwei Mal von Rom verboten. Mitglieder des Dominikanerordens waren von Anfang an mit dabei: als Arbeiter und als theologische Begleiter dieses neuen missionarischen Aufbruchs. Als einer der intellektuellen Köpfe des Unternehmen galt der französische Theologe Marie-Dominique Chenu OP (1895-1990).

Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Berlin) stand dem Autor als theologischer Ratgeber zur Verfügung. Dabei verweist er u.a. auf die heute grundlegend veränderten Bedingungen speziell im Feld prekärer Arbeitsverhältnisse.

 


Die Arbeitswelt hat sich gewandelt

Mit Kommunisten unter Tage: Arbeiterpriester gehen einen eigenen Weg

Ihre Bewegung wurde sogar schon zwei Mal verboten. Dabei wollen Arbeiterpriester einfach nur nah dran sein an denen, die nicht zur bürgerlichen Welt der Kirche gehören. Über Seelsorge auf Augenhöhe – am Fließband oder unter Tage.

Von Christoph Paul Hartmann |  Berlin - 01.05.2020

Wohin gehört ein Priester? Hinter den Altar, haben die meisten Menschen über viele Jahrhunderte befunden. Der französische Dominikanerpater Jacques Loew hatte Anfang der 1940er Jahre andere Pläne: Er beschäftigte sich mit der Sozialen Frage und war der Meinung, dass die zahlreichen Arbeiter kaum kirchlich betreut wurden. Denn die Kirche seiner Zeit war sehr bürgerlich, die Belange der Arbeiter spielten in ihrem Denken keine große Rolle. Loew verabschiedete sich deshalb von seinem bisherigen gut situierten Leben und ging als normaler Arbeiter in die Docks von Marseille, um für die hart schaffenden Menschen dort da zu sein. Hier hatte er als Priester keine Sonderrolle. Er verrichtete die gleiche Arbeit wie alle anderen und begegnete ihnen auf Augenhöhe – unterstützte seine Kollegen darüber hinaus aber noch geistlich.

Das Prinzip, nach dem Loew 1941 zu leben begann, sollte später als der Typ des Arbeiterpriesters bekannt werden. Doch der Weg hin zu einer Seelsorge für diejenigen außerhalb des Kreises der regelmäßigen Kirchgänger war kurvenreich. Jacques Loew hatte nämlich kein fertiges Konzept für eine Bewegung geschrieben, er war als Einzelner aus persönlichem Antrieb zu den Menschen am unteren Ende der sozialen Hierarchie gegangen.


 

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Amirhoushang Rahmannejad OP übernimmt Aufgabe in der Dominikaner-Provinz Teutonia

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[24.04.2020] Nach Rücksprache mit den Mitgliedern des Provinzkonsils in einer Videokonferenz am 22. April 2020 ernannte der Provinzial der Dominikaner-Provinz Teutonia, Peter Kreutzwald OP, unseren Mitbruder Amirhoushang Rahmannejad OP für die Zeit bis zum Provinzkapitel 2021 zum Provinzpromotor für Gerechtigkeit und Frieden. In dieser Eigenschaft löst der Dr. Bernhard Kohl OP ab. Amirhoushang Rahmannejad ist Mitglied der Dominikanerkommunität am Institut M.-Dominique Chenu Berlin und studiert an der Freien Universität Berlin Geschichte und Kultur des Vorderen Orients und Jüdische Geschichte.

Seitens des IMDC-Teams wünschen wir Amirhoushang Rahmannejad OP viel Erfolg für seine neue Aufgabe! 

 

 

 

 

 

Lehrstuhl für Abrahamitische Religionen mit Schwerpunkt Islam und interreligiöser Dialog

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[14.04.2020] Unser Mitbruder Dr. phil. Dennis Halft OP, Dipl.-Theol., hat kürzlich einen Ruf an die Theologische Fakultät Trier angenommen. Dort ist er seit 1. April d. J. Dozent und Verwalter des neuen Lehrstuhls für Abrahamitische Religionen mit Schwerpunkt Islam und interreligiöser Dialog. Der W3-Lehrstuhl ist der erste und bislang einzige seiner Ausrichtung an einer theologischen Fakultät im deutschen Sprachraum. In Forschung, Lehre und gesellschaftlichem Transfer widmet er sich den wechselseitigen ideengeschichtlichen Bezügen zwischen Menschen muslimischen, jüdischen und christlichen Glaubens. In Kooperation mit der Universität Trier ist derzeit ein Masterstudiengang zu interreligiösen Studien in der Entwicklung.

Dennis Halft OP war bislang Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut M.-Dominique Chenu Berlin (IMDC) und Postdoctoral Research Fellow der Martin Buber Society of Fellows  in the Humanities and Social Sciences an der Hebrew University of Jerusalem. Nach seinem Amtsantritt in Trier wird er dem IMDC als Senior Research Fellow eng verbunden bleiben.

Seitens des IMDC-Teams gratulieren wir Dennis Halft OP von Herzen und wünschen unserem Mitarbeiter viel Erfolg für seine neue Aufgabe! 

 

Für weitere Informationen, siehe die Homepage des Lehrstuhls >> 

 

 

 

 

 

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Lehrveranstaltungen SS 2020


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• VL(Ü) (M19): Fundamentaltheologische Erkenntnislehre und der Streit um den Wissenschaftscharakter der Theologie (Engel) >>
 
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