Berliner Journalist im GKP-Interview

[05.03.2018] P. Max Cappabianca OP wurde 1971 in Frankfurt am Main geboren, seine Eltern stammen aus Neapel (Italien). 1996 trat er in den Dominikanerorden ein. Nach der Priesterweihe im Jahr 2000 Tätigkeit als Kaplan in der Düsseldorfer Altstadt. 2003-2005 journalistisches Volontariat bei der Katholischen Fernseharbeit und dem IFP. 2006-2009 Redakteur in der deutschen Sektion von Radio Vatikan. 2009-2016 Mitarbeiter der vatikanischen Ostkirchenkongregation und weiter Mitarbeit bei Radio Vatikan. Seit 2017 kath. Hochschulpfarrer an den Universitäten und Hochschulen in Berlin und Sprecher des Verkündigungsformats „So gesehen“ bei SAT1 (Samstagnachmittag). Er ist Mitglied der Dominikanerkommunität am Institut M.-Dominique Chenu Berlin. Im Rahmen der Interview-Reihe "7 Fragen an..." sprach die "Gesellschaft Katholischer Publizisten Deutschlands e.V." (GKP) mit Max Cappabianca OP.

GKP: Ihr persönlicher Weg zum Journalismus?

Max Cappabianca OP: Es begann 1999 mit einem 9-monatigen Praktikum beim „Jour du Seigneur“ Paris, der katholischen Fernseharbeit bei „France2“: Jeden Sonntag gestaltet ein Team von 40 Leuten eineinhalb Stunden Programm (Magazinsendung, Messübertragung). Ich war damals gerade fertig mit dem Theologiestudium und konnte erleben, wie wichtig die Medien für die Kirche in Frankreich sind, einem Land, das viel stärker säkularisiert ist als Deutschland. Als Kaplan in Düsseldorf habe ich 2000 und 2002 zwei ZDF-Fernsehgottesdienste gefeiert. 2003 schließlich die Entscheidung, ein journalistisches Volontariat bei der Katholischen Fernseharbeit der Deutschen Bischofskonferenz in Frankfurt zu absolvieren. Seitdem bin ich in unterschiedlichster Weise journalistisch unterwegs.

 

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IMDC, ZAP und empirica stellen ihre Forschungsergebnisse vor

[02.03.2018] Unter dem Motto „Should I stay or should I go“ diskutierten am 28. Februar und 1. März 2018  rund 100 Teilnehmer aus ganz Deutschland in der Katholischen Akademie "Die Wolfsburg" in Mülheim über die Kirchenaustrittsstudie des Bistums Essen und entwickelten Strategien, um die Menschen in der Kirche zu halten.

Junge Menschen treten aus der Kirche aus. Negative Erfahrungen mit der Kirche bestärken den Austritt. Taufe, Hochzeit und Beerdigung stehen noch immer stark im Fokus. Das hat die Kirchenaustrittsstudie des Bistums Essen gezeigt. Sie war die Basis für die zweitägige Tagung „Should I stay or should I go“ in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ in Mülheim – eines von 20 Zukunftsbildprojekten des Bistums Essen. Dass bei dieser Tagung das Thema Kirchenaustritte überhaupt einmal offen und ehrlich diskutiert wurde, war für Generalvikar Dr. Klaus Pfeffer schon ein Erfolg an sich. „Es ist total wichtig, auf den Punkt zu bringen, was die Kirchenaustritte für uns bedeuten – dass nämlich der Ast, auf dem wir sitzen, brüchig wird“, betonte Pfeffer. Sein Wunsch: Ein solcher Dialog über Kirchenaustritte, aber auch mit den Menschen, die ihre Kirche verlassen haben oder in Distanz zu ihr stehen, auf Bundes-, Bistums- und Pfarreiebene.

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck warb für eine „Kirche in Bewegung“, die Menschen möglichst vielfältig anspricht und bestenfalls auch denen eine Heimat gibt, die nur selten kirchliche Angebote nutzen. Jan Niklas Collet, Wissenschaftlicher Projektmitarbeiter am Institut M.-Dominique Chenu Berlin, und Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Direktor des Instituts M.-Dominique Chenu Berlin (Foto v.l.n.r.), erweiterten das Ziel auf eine „soziale Bewegung“. „Kirche muss eine Kirche mit offenen Rändern sein“, sagte er. Eine kirchliche Bewegung also, die fließende Übergänge zwischen Gruppen und Mitgliedern erlaubt, sie nicht starr nach Rollen und Funktionen hierarchisiert - und die zugleich engagiert Schritte auf dem Weg der Verwirklichung des Reiches Gottes geht.

 

Mehr zur Tagung in Mülheim auf der Website des Bistums Essen >>

Weitere Informationen zur Studie auf der Website des Herder-Verlags >> 

Ausgewählte Besprechungen zur Studie:

- Rheinische Post, Düsseldorf >>

- katholisch.de, Bonn >>

- Domradio.de, Köln >>

- Neues Ruhr-Wort, Gelsenkirchen >>

- Tag des Herrn, Berlin u.a. >>

 

 

 

 

1/2018: Neues WORT UND ANTWORT-Heft erschienen

[15.02.2018] Pünktlich zur Mitte des Quartals ist das neue WORT UND ANTWORT-Heft 1/2018 erscheinen. Es widmet sich dem Thema "Lebenskunst" - ein Begriff, Wellness und allgemeines Wohlbefinden suggeriert; man assoziiert große Auslageflächen in Buchläden an gut sichtbaren Stellen. Dass hinter der Lebenskunst mehr steckt, zeigt in dieser Ausgabe der Zeitschrift bereits das „Stichwort“ von Jan Niklas Collet (Berlin/Köln), der von der Disziplinargesellschaft zur Ethik als Lebenskunst überleitet. Ein exemplarischer Durchgang durch verschiedene Entwürfe des Alten Testaments zur Lebenskunst macht recht unterschiedliche Ansätze sichtbar (Martin Staszak OP, Jerusalem). Ulrich Engel OP (Berlin/Münster) versteht Lebenskunst im Anschluss an Didier Eribon als immer wieder anzugehende Versuche eines Anderslebens inmitten bestehender Machtverhältnisse. Nach Meinung des Sozialethikers Gerhard Kruip (Mainz) hat dies vor allem mit Gerechtigkeit zu tun; ohne sie kann man seriös nicht über Lebenskunst sprechen. Lebenskunst als Antwort auf etwas Krisenhaftes gewinnt wieder an Bedeutung, so Jochen Sautermeister (Bonn). Virulent wird dabei die Frage nach grundlegender Orientierung. Als reflektierte Lebenskunst betont sie die Einbindung des Einzelnen in soziale, ökonomische und ökologische Zusammenhänge. Aurelia Spendel OP (Augsburg) stellt eine Beziehung her zwischen Glück und Lebenskunst, ist es doch die immer gleiche, alle Jahrtausende durchziehende Sehnsucht nach Schönheit, Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit, die Menschen dazu motiviert, ihr Leben mit Sinn und Verstand zu gestalten, um so irreversibel ein ganz und gar lebendiger Mensch zu werden

Die aristotelische Freundschaft wurde von Hans-Georg Gadamer aufgegriffen; die relecture eines Aufsatzes des berühmten Hermeneutikers erinnert an den Zusammenhang von Freundschaft einerseits und Selbsterkenntnis, aber auch Selbstliebe andererseits (Thomas Eggensperger OP, Berlin/Münster). Als „Dominikanische Gestalt“ wird Mechthild von Magdeburg als Sucherin nach einem gelungenen Leben präsentiert, die als dominikanisch inspirierte Begine darf sie als eine Vorläuferin der dominikanischen Laien angesehen werden, wie Norbert Schmeiser (Freiburg/Br.) herausgearbeitet hat.  

Ein spannendes Heft!

 

Zum Heft und zur Website von WORT UND ANTWORT >>

 

 

 

 

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