Dominikanerkommunität am Institut M.-Dominique Chenu feiert Gedenktag des Ordensgründers

Foto: www.institut-chenu.eu

[08.08.2018] Zusammen mit Dominikanern aus England, der Schweiz und den Niederlanden feiern die Brüder der Dominikanerkommunität am Institut M.-Dominique Chenu in Berlin am 8. August das Fest des hl. Dominikus.

Die dominikanische Bewegung hat ihren Ursprung in der Person des Ordensgründers Domingo de Guzman. Dominikus, ca. 1170 in Spanien geboren, hatte früh schon eine Idee, die ihn umtrieb und für die er alles einsetzte: Andersdenkende – damals „Häretiker“ genannt – sollten nicht mit dem Schwert zum rechten Glauben gebracht werden, sondern Dominikus wollte sie mit dem Wort überzeugen. Wer so wie Dominikus auf die Überzeugungskraft des Wortes vertraut, der kommt fast zwangsläufig dazu, eine Gemeinschaft von Predigern zu gründen. Das zumindest tat der Kastilier denn auch: er gründete einen Orden – zuerst als lokale Gruppe im französischen Toulouse, ab 1215 dann als internationalen Predigerverband. Der 1216 päpstlich anerkannte Orden der Prediger – lateinisch: Ordo praedicatorum – breitete sich rasend schnell in ganz Europa aus. Der Orden gründete seine Klöster in den bedeutendsten Städten des Kontinents. Dominikus schickte seine Ordensbrüder an die damals gerade neu gegründeten Universitäten, zuerst als Studenten; ein zwei Generationen hatten Predigerbrüder wie Albertus Magnus oder Thomas von Aquin die wichtigsten theologischen Lehrstühle inne. (Ähnliches gilt übrigens auch für den etwa zeitgleich gegründeten Franziskanerorden.) Dominikus selbst war rastlos unterwegs. Quer durch Europa reiste er: von Italien nach Polen, von Österreich bis Spanien… 1221 starb Dominikus in Italien. Im Dominikanerkloster von Bologna wurde er beigesetzt. Dreizehn Jahre später schon – am 3. Juli 1234 – sprach ihn Papst Gregor XI. heilig.

 

Weitere Informationen zum Dominikanerorden weltweit (EN, SP, FR): >> 

Website der Dominikaner-Provinz Teutonia: >> 

Website der Süddeutsch-Österreichischen Dominikaner-Provinz: >> 

Website der Dominikanerinnen: >> 

Website der Dominikanischen Laiengemeinschaften: >> 

 

 

 

Ulrich Engel OP: Studientag mit Pastoralen Mitarbeiter*innen im Bistum Essen

Foto: www.futur2.org

[07.07.2018] Warum treten Menschen aus der Kirche aus – und was kann die Kirche tun, um diesen Trend zu stoppen? Diese Fragen stehen im Zentrum einer Studie, die im Herder Verlag Freiburg/Br. mit dem Titel „Kirchenaustritt – oder nicht? Wie Kirche sich verändern muss“ erschienen ist. „Es kann doch nicht sein, dass uns innerhalb der Kirche völlig egal ist, wenn eine erschreckend hohe Zahl getaufter Katholikinnen und Katholiken enttäuscht, frustriert oder gar zornig zum Amtsgericht geht, um den Austritt aus der Kirche zu erklären“, schreibt der Generalvikar des Bistums Essen, Klaus Pfeffer, im Vorwort des Buches. Ausgetretene und Austrittswillige müssten für die Kirche „wichtige Ansprechpartner“ sein – auch wenn sie der Kirche „ein äußerst kritisches Feedback“ zumuten, so Pfeffer.

Einiges von diesem kritischen Feedback bildet die insgesamt fünfteilige Kirchenaustritts-Studie ab. So stellt ein Team der Uni Siegen und der CVJM-Hochschule Kassel die Ergebnisse qualitativer Interviews mit Menschen aus dem Ruhrbistum vor, die aus der Kirche ausgetreten sind, und die für diesen Schritt sehr differenzierte Gründe nennen. Diese vielschichtige Sicht bestätigt ein weiterer Abschnitt des Buchs – die sogenannte Meta-Studie über bisher erschienene relevante Studien rund um die Themen Kirchenmitgliedschaft und -Austritte. Aus dieser Zusammenschau haben Wissenschaftler des Zentrums für angewandte Pastoralforschung an der Ruhr-Universität Bochum sieben „Dimensionen der Kirchenmitgliedschaft“ entwickelt, die zeigen, dass die Entscheidung für oder gegen einen Kirchenaustritt von deutlich mehr Aspekten abhängt als von der Kirchensteuer oder einer Skandal-Meldung in der Presse. Im dritten wissenschaftlichen Abschnitt entwerfen Theologen des Berliner Instituts M.-Dominique Chenu (IMDC) (Jan Niklas Collet, Thomas Eggensperger OP, Ulrich Engel OP) das Bild einer „Kirche mit offenen Rändern in Bewegung“ als Alternative zum starren Mitgliedschaftskonzept des „drinnen oder draußen“.

Im Rahmen eines Studientags für hauptamtliche Pastorale Mitarbeiter*innen aus dem Bistum Essen hielt Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) zwei Vorträge. Der erste griff die zusammenfassende Darstellung der Ergebnisse der o.g. Studie und ihre Deutung durch Markus Etscheid-Stams und Thomas Rünker (beide Bistum Essen) auf und stellte unter dem Titel "Von der Pastoral der Rahmung zur Sozialen Bewegung" das Paradigma vor, das dem Beitrag des Berliner Instituts der Dominikaner zur Studie zugrunde liet. Ausgehend von einigen ausgewählten Einsichten in heute aktuelle posttraditionelle Vergemeinschaftungsformen  markierte Engel die Erosion aller klassischen Formen einer "Pastoral der Rahmung". Über die Diskussion neuerer pastoraltheologischer Ansätze (Philippe Bacq SJ, Michael Schüßler, Rainer Bucher) positionierte sich Engel mit der IMDC-These, nach der Kirche sich zukünftig als "Soziale Bewegung" zu verstehen habe.

Ein zweiter Input Engels skizzierte biblische Gestalten, die als hoch individualisierte "Typen" von Jüngerinnen und Jünger Christus-Nachfolge lebten und - gerade ob des personalen und individuellen Zuschnittes dieser frühen christlichen Existenzform auch spätmodernen, hoch individualisierten Christ*innen-Existenzen Vorbild sein Können. Nachdenkliche Zweier- und Gruppengespräche sowie engagierte Plenumsdiskussionen zeugten von der Brisanz des Thematik für aktuelle und zukünftige pastorale Praktiken und Strategien.

 

Weitere Informationen zum Beitrag des IMDC zur Essener Kirchenaustrittsstudie auf der IMDC-Website: >> 

Bistum Essen zur Kirchenaustrittsstudie: >> 

 

 

 

 

 

Ulrich Engel OP: Studiennachmittag zur politischen Dimension der Reich-Gottes-Botschaft

Foto: PTH Münster

[29.06.2018] „Die Reich-Gottes-Botschaft Jesu: Auftrag an die Christen – Perspektive für Gesellschaft und Politik“ – unter diesem Titel fand an der Philosophisch-Theologischen Hochschule (PTH) Münster auch in diesem Jahr wieder ein Studientag für Schüler*innen an Gymnasien, Gesamtschulen und beruflichen Gymnasien zur Vorbereitung auf das Zentralabitur 2019 statt.

Nach einer kurzen Aufwärmrunde und einer 30-minütigen Vorlesung von Prof. Dr. Ulrich Engel OP (PTH Münster / Institut M.-Dominique Chenu Berlin) zum oben genannten Thema arbeiteten die Schüler*innen mit einem Text der Würzburger Synode (1971-1975) zum Thema. Dort hieß es u.a.: "Das Reich Gottes ist nicht indifferent gegenüber den Welthandelspreisen!" Begleitet wurden die Arbeitsgruppen durch Tutor*innen aus dem Kreis der Studierenden der PTH. Nach der Vorstellung und Diskussion der Arbeitsergebnisse endet der Nachmittag mit einem gemeinsamen Pizzaessen.

Neben der inhaltlichen Arbeit zu einem zentralen theologischen Thema bieten die Studiennachmittage der PTH Münster den Schüler*innen die Möglichkeit, die Hochschule und ihre Studienangebote kennenzulernen.

 

Website der PTH Münster: >> 

 

 

 

 

 

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