Ulrich Engel OP predigt im Requiem in Mainz  

Abb.: Römisches Institut der Görres Gesellschaft

[17.07.2020] Am 3. Juli 2020 verstarb in Mainz im Alter von 71 Jahren Prof. Dr. phil. Walter Senner OP, MST. Erst kurz zuvor war der Mediävist als Professor für mittelalterlichen Philosophiegeschichte an der Päpstlichen Universität der Dominikaner in Rom ("Angelicum") und Leiter des dortigen "Thomas-Instituts" emeritiert worden. Zuvor war er für die "Commissio Leonina" in Paris und Grottaferrata tätig. Trotz langjähriger Auslandsaufenthalte engagierte er sich immer auch in der Heimatentität seines Ordens in Deutschland. So gründet er die sehr bald höchst anerkannte Reihe "Quellen und Forschungen zur Geschichte des Dominikanerordens. Neue Folge" mit und leitete in der Nachfolge von Prof. Dr. Paulus Engelhardt OP, MST (1921-2014) die "Deutsche Thomas-Ausgabe". Für seine vielfältigen wissenschaftlichen Verdienste v.a. in der Erforschung der Werke des Thomas von Aquin und Meister Eckharts wurde Walter Senner OP 2014 zum "Magister in sacra Theologia" promoviert. Dies ist der höchste akademische Titel, den der Predigerorden verleiht. Auch in der Pastoral hat P. Walter Senner sich nachhaltig eingebracht, so vor allen Ding und über lange Jahre als Studierendenseelsorger der KSG Thomas Morus in West-Berlin.

In seiner Eigenschaft als Studienregens der Dominikanerprovinz Teutonia hielt Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / PTH Münster) die Predigt im Requiem, das Mitbrüder, Familie, Kolleg*innen und Freunde am 17. Juli in der Mainzer Dominikanerkirche St. Bonifaz für den Verstorbenen zelebrierten.

 

Zur Todesanzeige >> 

 

 

 

 

 

Guardini Stiftung: Max Cappabianca OP im Gespräch mit Patricia Löwe  

Abb.: Guardini Stiftung

[13.04.2020] Die Corona-Krise stellt alle vor große Herausforderungen. Nicht zuletzt ist sie eine Zeit des Social Distancing. Viele Menschen verbringen im Augenblick ihre Tage zu Hause – im Home Office, mit ihrer Familie oder auch allein. Viele beschäftigen uns nicht nur täglich mit den aktuellen Entwicklungen, sondern auch mit der Frage, wie es danach weitergehen soll. Expertinnen und Experten aus Politik und Literatur, Wissenschaft und Kunst und weiteren gesellschaftlichen Bereichen veröffentlichen auf der Website der Guardini Stiftung Berlin wie auch auf facebook und in einem eigenen Blog Interviews, kleine Texten, Lektüreempfehlungen oder sonstigen Inspirationen und lassen so an ihren Gedanken zur Krise teilhaben. 

Die Guardini Stiftung e.V. wurde 1987 ins Leben gerufen, um aus einer christlichen Position heraus einen Beitrag zum Kulturdialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Glauben zu leisten. Sie folgt dabei ihrem Namensgeber, dem Religionsphilosophen und Theologen Romano Guardini, der in den 1920er- und 30er-Jahren bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten in Berlin lehrte.

In der 29. Kalenderwoche 2020 gab P. Max Cappabianca OP (Katholische Studierenden Gemeinde Edith Stein Berlin / Kommunität M.-Dominique Chenu Berlin) der Guardini Stiftung ein Interview über seine Arbeit mit internationalen Studierenden, Seelsorge in Zeiten von Corona und die Chancen der Krise. Gesprächspartnerin war Dr. phil. Patricia Löwe, Wissenschaftliche Referentin der Guardini Stiftung.

 

„In diesem Moment können wir etwas gestalten“

Eine Interview
Von Max Cappabianca OP und Patricia Löwe

Du betreust die Katholische Studierendengemeinde Edith Stein in Berlin. Wie sieht Deine Arbeit aus? Welche Aufgaben fallen Dir als Studierendenpfarrer zu?
 
In Berlin gibt es etwa 180.000 Studierende. Die Katholische Studierendengemeinde ist für diejenigen da, die ein geistliches Angebot suchen. Das wichtigste ist sicher der Gottesdienst am Sonntagabend in St. Augustinus in Prenzlauer Berg. Dazu kommen Bildungsangebote, soziale Hilfe, Beratung, Coaching und Gemeindeabende.
Ich habe außerdem häufig mit den kirchlichen Begabtenförderungswerken zu tun – also mit dem Cusanuswerk und dem Katholischen Akademischen Ausländerdienst –, ganz einfach, weil es in Berlin viele Studierende gibt, die sich dort bewerben bzw. gefördert werden. Und schließlich leisten wir natürlich auch individuelle Seelsorge, sprich geistige Begleitung und Beichte.
 
Wie hat sich Deine Arbeit mit den Studierenden seit Corona verändert?
 
Alles hat sich ins Digitale verlagert. Einige Studierende leiden sehr darunter, allein in ihrem Zimmer zu sein, solange alles nur noch online läuft – um deren seelische Probleme kümmern wir uns verstärkt. Das digitale Studium stellt für viele eine Belastung dar. 
(…)

 

Lesen Sie den gesamten Text auf der Website der Guardini Stiftung >> 

Zur Website der Guardini Stiftung >> 

 

 

 

 

 

Ulrich Engel OP mischt sich in Antisemitismus-Debatte ein

  

Abb.: Herder

[03.07.2020] In der aktuell hochkochenden Debatte um den Historiker, Philosophen und Postkolonialismus-Theoretiker Achille Mbembe wird um Antisemitismus, Israelkritik und den postkolonialen Diskurs gerungen. Dabei geben Verengungen und Klischees bisweilen den Ton an. So wird der Einfluss der Befreiungstheologie auf das Denken Mbembes übersehen. Engel reagiert mit seinem Text auf einen Anwurf Thomas Assheuers gegen die Ausbildung Mbembes bei den Dominikanern in Kamerun: Tragische Ironie. Was hat Achille Mbembe von den Dominikanern gelernt?, in: Die Zeit vom 14. Mai 2020. Engel Antwortet mit einem Beitrag, den er überschrieben hat:

 


  

Tragische Fixierungen

Achille Mbembe, Antisemitismus und die Dominikaner
Von Ulrich Engel OP

Gestritten wird – nicht nur in den überregionalen Feuilletons – um das Verhältnis des renommierten Postkolonialismus-Theoretikers zum Judentum. Anlass dazu war seine Wahl als Eröffnungsredner der diesjährigen Ruhrtriennale (die inzwischen Corona-bedingt abgesagt wurde).

Mitte April 2020 warf der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, in den Zeitungen der Funke-Mediengruppe dem Kameruner Wissenschaftler vor, das Existenzrecht Israels zu leugnen und den Holocaust zu relativieren. Mbembe unterstütze die von deutscher Seite offiziell geächtete BDS-Bewegung („Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen“), deren erklärtes Ziel die ökonomische und politische Isolierung Israels sei. Zudem vergleiche er in unzulässiger Weise die Besatzung Palästinas durch Israel mit dem seinerzeitigen Apartheitsregime in Südafrika, so die Einlassungen der Kritiker. Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, forderte kurze Zeit später gar die Absetzung der für die Einladung verantwortlichen Intendantin der Ruhrtriennale, Stefanie Carp. (…)

 


 

Lesen Sie den gesamten Text im gebührenpflichtigen Abo-Bereich der HERDER KORRESPONDENZ >> 

 

 

 

 

 

 

 

Seite 3 von 85

Lehrveranstaltungen SS 2020


PTH Münster
• VL(Ü) (M19): Soziale Erkenntnislehre und Wissenschaftstheorie. Philosophische Reflexionen (Engel) >>
• VL(Ü) (M19): Fundamentaltheologische Erkenntnislehre und der Streit um den Wissenschaftscharakter der Theologie (Engel) >>
 
Universität Hannover
Seminar: Kirche und Sakramente (Eggensperger) >>
 
Universität Trier
• VL (M1D): Biblische Hermeneutik (Halft) >>
 
Universität Innsbruck
• Diverse Lehrveranstaltungen (Bauer) >>
 
 
 

Empfehlungen



Institutsbibliothek

powered by

ONLINE-KATALOG
(ca. 20.000 Titel)

B Ü C H E R S U C H E  >>



WORT UND ANTWORT
Zeitschrift der Dominikaner >>
wua_logo neu.jpg


 

Aktuelles Thema:
Espaces Network: Dominican Reflection on the Phenomenon of Migration to Europe (DE, EN, FR) >>

Lektüretipps:

AKTUELL: "Espresso, kurz und stark" - Dominikanische Tagesimpulse in der Corona-Krise >>

What is Dominican Theology? (IMDC & WORT UND ANTWORT) >> 



Web-Links zum Dominikanerorden:
- International >>
- Deutschland/Teutonia >>
- Süddeutschl./Österreich >>
- Dominikaner werden >>
- Noviziat >>
- Dominikanerinnen >>
- Dominikanische Laien >>

Web-Links zu IMDC-Partner:
- KSG Berlin >>
- Fakultät San Esteban >>
- Wort und Antwort >>
- PTH Münster >>
- Uni Potsdam (LER) >>
- IPH >>
- IGDom >>
- KAAD >>


 

 

Institut M.-Dominique Chenu

Schwedter Straße 23
D-10119 Berlin Deutschland
Fon +49 30 44037280
Fax +49 30 44037282
Fax +49 3212 1332175

sekretariat@institut-chenu.info
www.institut-chenu.eu

 

Bankverbindung

Institut M.-Dominique Chenu
Konto: 30079 00197
Bank im Bistum Essen eG
BLZ: 360 602 95
IBAN: DE70 3606 0295 3007 9001 97
BIC: GENODED1BBE