Thomas Eggensperger OP im Audio-Podcast der KSG Berlin

Abb.: KSG Berlin

[02.06.2020] Seit Pfingsten ist Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) im Audio-Podcast der Kath. Studierendengemeinde (KSG) Edith Stein Berlin zu hören.  Der Beitrag trägt den Titel: "Sprechen Sie Spanisch?" Ausgehend vom Film „The Limits of Control - Der geheimnisvolle Killer“ überlegt der Dominikaner, wie Sprache funktioniert und Verstehen möglich ist. Diese Reflexionen verknüpft er mit dem Pfingstgeschehen. Auch Max Cappabianca OP, Studierendenpfarrer der KSG Berlin und Mitglied der Dominikanerkommunität am Institut M.-Dominique Chenu Berlin, hat eine ganze Reihe von KSG-Podcasts eingesprochen.

 

Hören Sie hier den Beitrag von Th. Eggensperger OP >> 

Hier finden Sie die KSG-Soundcloud mit Podcasts von M. Cappabianca OP u.v.a.m. >> 

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Thomas Eggensperger OP schreibt über die „Phänomenologie des Politischen“ 

Abb.: DHM Berlin

[26.04.2020] Noch während der Corona-Krise wurde im Deutschen Historischen Museum in Berlin eine Ausstellung zu Leben und Werk der Philosophin Hannah Arendt (1906-1975) eröffnet. Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) hat sich die Ausstellung angeschaut und für die theologische Plattform "feinschwarz.net" den folgenden Bericht veröffentlicht. Der Text steht seit dem 26. Mai 2020 online und widmet sich Arendts „Phänomenologie des Politischen“

 

Immer wieder: Hannah Arendt
Zu einer Ausstellung in Berlin
Von Thomas Eggensperger OP
 
Das erste Mal in meinem Leben begegnete mir Hannah Arendt im Rahmen eines Hauptseminars des Philosophen Ernst Vollrath an der Universität Köln. Wir lasen und analysierten ihr Werk Vita activa. Oder vom tätigen Handeln (1960). Die Debatte war insofern prägend, da Vollrath nicht nur begeisterter Arendt-Forscher war, sondern sie auch noch persönlich aus einer gemeinsamen Zeit an der New School for Social Research in New York kannte. Sichtlich bewegt erzählte er von der gemeinsamen intellektuellen Zeit in den USA, die im Anschluss daran zu einem regelmäßigen Briefwechsel führte, der (noch) nicht veröffentlicht ist (Der Briefwechsel befindet sich im Hannah-Arendt-Zentrum in Oldenburg). Vollrath, damals selbst Professor für Politische Philosophie, titulierte Arendts Ansatz in seinen Schriften immer wieder als „Phänomenologie des Politischen“ und dies mit gutem Grund, denn Arendt selbst lehnte es mehrfach explizit ab, sich Politische Philosophin zu nennen und präferierte es, als jemand gesehen zu werden, die Politische Theorie betreibt. 
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Guardini Stiftung: Ulrich Engel OP veröffentlicht philosophische Reflexion 

Abb.: Guardini Stiftung

[19.04.2020] Die Corona-Krise stellt alle vor große Herausforderungen. Nicht zuletzt ist sie eine Zeit des Social Distancing. Viele Menschen verbringen im Augenblick ihre Tage zu Hause – im Home Office, mit ihrer Familie oder auch allein. Viele beschäftigen uns nicht nur täglich mit den aktuellen Entwicklungen, sondern auch mit der Frage, wie es danach weitergehen soll. Expertinnen und Experten aus Politik und Literatur, Wissenschaft und Kunst und weiteren gesellschaftlichen Bereichen veröffentlichen auf der Website der Guardini Stiftung Berlin wie auch auf facebook und in einem eigenen Blog Interviews, kleine Texten, Lektüreempfehlungen oder sonstigen Inspirationen und lassen so an ihren Gedanken zur Krise teilhaben. 

Die Guardini Stiftung e.V. wurde 1987 ins Leben gerufen, um aus einer christlichen Position heraus einen Beitrag zum Kulturdialog zwischen Kunst, Wissenschaft und Glauben zu leisten. Sie folgt dabei ihrem Namensgeber, dem Religionsphilosophen und Theologen Romano Guardini, der in den 1920er- und 30er-Jahren bis zu seiner Amtsenthebung durch die Nationalsozialisten in Berlin lehrte.

In der 21. Kalenderwoche 2020 veröffentlichte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) im Anschluss an den italienischen Philosophen Roberto Esposito und die in Köln lehrende Politikwissenschaftlerin Isabell Lorey einen Text zum Thema "Immunität und Gemeinschaft". Engel ist seit 2007 Mitglied des Präsidiums der Guardini Stiftung.

 

Immunität und Gemeinschaft in Corona-Zeiten

Eine Reflexion im Anschluss an Roberto Esposito und Isabell Lorey
Von Ulrich Engel OP

Angesichts der noch zu erwartenden Dauer der Corona-Pandemie wird auch in Deutschland zunehmend kontroverser über die Frage diskutiert, ob der immunologisch begründete Shutdown einer ganzen Gesellschaft zugunsten ihrer besonders vulnerablen Mitglieder (Risikogruppen) nicht in unsolidarischer Weise, weil über Gebühr, die Gemeinschaft insgesamt (bes. das Wirtschaftssystem, aber auch die verfassten Freiheitsrechte) in Mitleidenschaft zieht.

In Anbetracht dieser Debattenlage lohnt ein Blick in das Werk des italienischen Philosophen Roberto Esposito. Esposito interessiert sich vor allem für die Beziehung zwischen dem politischen Begriff der Gemeinschaft und dem biomedizinischen Begriff der Immunität. Beiden hat er lange vor der Pandemie je eine Monographie gewidmet: "Communitas" (Torino 1998, Berlin 2004) und "Immunitas" (Torino 2002, Berlin 2004).

Die zwei lateinischen Substantive communitas und immunitas verdanken sich der selben Wurzel: munus. Dabei hatte das Wort munus (pl.: munera) im antiken römischen Recht zwei Bedeutungen. (…)

 

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