F_09

Forschungsprojekt 09 (2019):
GEGENWART UND ZUKUNFT POLITISCHER THEOLOGIE(N)
(PROJEKT POLITISCHE THEOLOGIE)

in Kooperation mit der Universität zu Köln – Institut für Katholische Theologie, Lehrstuhl für Systematische Theologie (Prof. Dr. Saskia Wendel, Jan Niklas Collet).
Gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG).

Verantwortlich seitens des IMDC: Ulrich Engel OP

 

Nach einer Hochphase politisch-theologischer Reflexion an den Theologischen Fakultäten von den 1970er bis Anfang der 1990er Jahre ist das Anliegen Politischer Theologien in den letzten drei Dekaden hierzulande allenfalls vereinzelt weiterverfolgt worden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund zahlreicher zum großen Teil globaler gesellschaftlicher Krisen und Konflikte lassen sich derzeit allerdings auch im deutschsprachigen und europäischen Raum zunehmende Versuche verzeichnen, dass Vorhaben Politischer Theologien erneut gegenwartssensibel aufzugreifen und dem weiterentwickelten philosophischen und sozialwissenschaftlichen Reflexionsstand entsprechend fortzuschreiben. Hierbei ist die Frage zu diskutieren, welche/n Theorierahmen eine gegenwärtige Politische Theologie wählen kann bzw. soll, welche theoretischen Zugänge möglicherweise ausscheiden oder nur in begrenzter, nicht paradigmatischer Weise rezeptionsfähig sind. Ein besonderes Augenmerk kommt dabei der Frage zu, inwiefern gegenwärtige Politische Theologie konkrete Themenfelder wie Arbeit, Ökologie, Geschlechter, Migration etc. zu reflektieren hat, und welches aktuelle Theoriedesign hier jeweils zu rezipieren ist, und dies ohne ideologische Verengung.

Den spezifischen Diskursbedingungen für eine gegenwartssensible Fortschreibung politischer Theologie (Traditionsabbruch politisch-theologischer Reflexion einerseits, neue globale politische Voraussetzungen und ein fortgeschrittener philosophischer und sozialwissenschaftlicher Reflexionsstand andererseits) entspricht dabei die Bandbreite der hermeneutischen Zugänge zu politisch-theologischer Reflexion bei gleichzeitig nur in begrenztem Maße vorhandenem Diskurszusammenhang: materialistische und marxistische Zugänge, systemtheoretische Herangehensweisen, postmoderne Perspektiven sowie diskursanalytische und transzendentale Ansätze stehen weitgehend unverbunden nebeneinander. Die kritische und kontroverse Auseinandersetzung mit und zwischen diesen unterschiedlichen Ansätzen politisch-theologischer Hermeneutik ist daher eine der drängendsten Herausforderungen politisch-theologischer Theoriebildung. Darüber hinaus sind sowohl die sogenannte „alte“ Politische Theologie (Carl Schmitt u.a.) und deren Revitalisierungsversuche etwa auf Seiten neurechter Bewegungen zu problematisieren als auch blinde Flecken der „neuen“ Politischen Theologie (Metz, Sölle, Schellong, Moltmann u.a.), die eine bruchlose Rezeption bzw. lediglich wiederholende Aneignung verunmöglichen.

Zu diesem Zweck führen die Universität Köln und das Institut M.-Dominique Chenu am 25./26. Januar 20189 eine nicht-öffentliche Tagung durch, um in einer kritischen und konstruktiven Auseinandersetzung diejenigen Stimmen in ökumenischer Perspektive zusammenzuführen, die das Anliegen und die Thematik Politischer Theologie derzeit wieder aufgreifen.  

 

 

Gegenwart und Zukunft Politischer Theologie(n)

Internationale wissenschaftliche Tagung, 25.-26. Januar 2019, Köln

 

Veranstalter

 

Universität zu Köln - Institut für Katholische Theologie Lehrstuhl für Systematische Theologie

Prof. Dr. Saskia Wendel

Jan Niklas Collet, Mag. theol.

 

Philosophisch-Theologische Hochschule Münster - Professur für Philosophisch-theologische Grenzfragen

und Institut M.-Dominique Chenu Berlin

Prof. Dr. Ulrich Engel OP

 

Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG

 

 

Thematik

 

Nach einer Hochphase politisch-theologischer Reflexion an den Theologischen Fakultäten von den 1970er bis Anfang der 1990er Jahre ist das Anliegen Politischer Theologien in den letzten drei Dekaden hierzulande allenfalls vereinzelt weiterverfolgt worden.

Nicht zuletzt vor dem Hintergrund zahlreicher zum großen Teil globaler gesellschaftlicher Krisen und Konflikte lassen sich derzeit allerdings auch im deutschsprachigen und europäischen Raum zunehmende Versuche verzeichnen, dass Vorhaben Politischer Theologien erneut gegenwartssensibel aufzugreifen und dem weiterentwickelten philosophischen und sozialwissenschaftlichen Reflexionsstand entsprechend fortzuschreiben.

Hierbei ist die Frage zu diskutieren, welche/n Theorierahmen eine gegenwärtige Politische Theologie wählen kann bzw. soll. Ein besonderes Augenmerk kommt auch der Frage zu, inwiefern gegenwärtige Politische Theologie konkrete Themenfelder wie Arbeit, Ökologie, Geschlechter, Migration etc. zu reflektieren hat, und welches aktuelle Theoriedesign hier jeweils am ehesten weiterführt.

 

 

Programm

 

Freitag, 25. Januar 2019 (13:00 – 19:30 Uhr)


 

Begrüßung und thematische Einführung

Saskia Wendel / Ulrich Engel OP / Jan Niklas Collet

 

Themenblock I: Hermeneutik politischer Theologie(n)

 

Politische Theologie und Marxismus

Prof Dr. Dr. Teresa Forcades i Vila OSB, Barcelona

 

Die postkoloniale Herausforderung der politischen Theologie – eine euro-afrikanische Perspektive

Dr. David N. Field, Basel

 

Feministische Politische Theologie

Prof. Dr. Claudia Janssen, Wuppertal

 

Welcher Theorieansatz für eine neue Politische Theologie?

Philipp Geitzhaus, Mag. Theol., Münster

Politische Hermeneutik des Neuen Testaments

Prof. Dr. Lukas Bormann, Marburg

 

Praktische Theologie als Politische Theologie: wissenschaftstheoretische Grundlegungen

Prof. Dr. Jürgen Kroth, Vallendar

 

 

Themenblock II: Themen politisch-theologischer Reflexion

 

Politische Theologie der Arbeit

Prof. Dr. Ansgar Kreutzer, Gießen

 

Bildung und Gerechtigkeit. Zur politischen Dimension religiöser Bildung

Prof. Dr. Judith Könemann, Münster

 

Erziehung zur Mündigkeit? Gesellschaftskritische Fortschreibungen und Aktualisierungen in der Religionspädagogik

Jan-Hendrik Herbst, Mag. Theol., Dortmund

 

 

Samstag, 26. Januar 2019 (9:30 – 15:30 Uhr)


 

Rechtsextremismus und Rechtspopulismus als Herausforderung für die Theologie

PD Dr. Sonja Angelika Strube, Osnabrück

 

Die Politische Theologie der Neuen Rechten und Erwiderungen neuer Politischer Theologie

Dr. Sebastian Pittl, Frankfurt/M.

 

Politische Theologie und Identitätspolitiken

Prof. Dr. Ulrike E. Auga, Salzburg

 

Politische Theologie und globale ökologische Krise

Prof. Dr. Birgit Weiler MMS, Lima

 

Themenblock III – Politische Theologie(n) an der Universität

 

Zwischen Skylla und Charybdis: Anmerkungen zum Forschungsbegriff Politischer Theologie

Dr. Michael Hölzl, Manchester

 

Geistergeschichte(n). Erinnerungskulturen politischer Theologien

Ass.-Prof. Dr. Judith Gruber, Leuven

 

 

Abschlussgespräch und Ausblick auf weitere Zusammenarbeit

 

 

 

 

 

F_08

Forschungsproject 08 (2018-2019):
GOOD LIFE FOR ALL IN DOMINICAN PERSPECTIVE
(PROJECT GOOD LIFE FOR ALL)
in Cooperation with the Dominicaans Studiecentrum voor Theologie en Samenleving (DSTS), Amsterdam, Nederland (Prof. Dr. Manuela Kalsky, Dr. Ellen Van Stichel).
Grant-aided by the Stichting Dominicaans Platform Nederland (DPN).

Verantwortlich seitens des IMDC: Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Dr. Dennis Halft OP 

 


 

 

F_07

Forschungsprojekt 07 (2016-2017) ( (abgeschlossen):
ZUKUNFTSBILD IM BISTUM ESSEN:  INITIATIVE FÜR DEN VERBLEIB IN DER KIRCHE
(PROJEKT KIRCHENBINDUNG)
im Auftrag des Bistums Essen und in Kooperation mit dem ZAP – Zentrum für angewandte Pastoralforschung, Bochum, sowie dem Forschungsinstitut empirica für Jugendkultur & Religion an der CVJM Hochschule Marburg in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Praktische Theologie und Religionspädagogik am Seminar für Katholische Theologie der Universität Siegen

 

Tausende Frauen und Männer verlassen jedes Jahr die Kirche im Bistum Essen. Damit will sich die Diözese nicht abfinden. Eine wissenschaftliche Studie zum Thema Kirchenmitgliedschaft untersucht, warum Katholiken ihre Kirche verlassen – und warum ihr andererseits auch viele Menschen die Treue halten, obwohl nur relativ wenige Gottesdienste oder andere Angebote besuchen. Das Bistum Essen hat drei Forschungsinstitute mit entsprechenden Untersuchungen beauftragt: das ZAP – Zentrum für angewandte Pastoralforschung, Bochum, das Forschungsinstitut empirica für Jugendkultur & Religion an der CVJM Hochschule Marburg in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl Praktische Theologie und Religionspädagogik am Seminar für Katholische Theologie der Universität Siegen, sowie das Institut M.-Dominique Chenu Berlin. Auf der Basis der empirischen Erhebungen (Bochum, Marburg/Siegen) und ihrer systematisch-theologischen Auswertung (Berlin) werden Idee und Pilotprojekte zu einem zukunftsfähigen „Mitglieder-Management“ entwickelt. Eine Online-Umfrage im Rahmen der Studie zur Kirchenmitgliedschaft erhebt weitere Daten.

 

Verantwortlich seitens des IMDC: Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Jan Niklas Collet

 

Zur Online-Umfrage 

Weitere Infos zum Forschungsprojekt 

 

Unsere Partner:

ZAP Bochum 

Empirica Marburg 

Kath. Theol. Siegen 

Bistum Essen - Projektteam 

 


 

 

 

F_06

Forschungsprojekt 06 (2014-2016) (abgeschlossen):
GEMEINSCHAFTSBILDUNG IN GESELLSCHAFT, KIRCHE UND ORDEN UNTER PLURALEN BEDINGUNGEN (PROJEKT KOHÄSION)
in Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster

 

Im Zuge unserer Arbeiten zur „Glaubensvermittlung in religiösen und gesellschaftlichen Transformationsprozessen" (2011-2013) [→ F_05] hat sich das Themenfeld Pluralität und Gemeinschaftsbildung als neues Forschungsdesiderat herauskristallisiert. Gesellschaftliche Pluralisierungstendenzen verunsichern viele Menschen im Hinblick auf das nötige Handlungswissen (Wie handle ich?) und Deutungswissen (Wie deute ich die Welt?). Das produziert Spannungen, die auszuhalten, und Konflikte, die auszutragen sind. Im Hintergrund steht dabei die noch grundlegende Frage nach dem, was heutige Gesellschaften – und darin (als Teil der Zivilgesellschaft) die kirchliche Gemeinschaften – zusammenhält. Nicht zuletzt weil die Frage nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt unter dem Druck gesellschaftlicher Pluralisierungsphänomene nicht mehr einfach normativ beantwortet werden kann, bedarf es neuer Verstehens- und Interpretationsansätze. Aus der skizzierten Basisfragestellung folgen zwei Hauptforschungsperspektiven, deren eine nach dem gesellschaftlichen Zusammenhalt fragt, deren andere nach dem kirchlichen.

 

Aktivitäten (Auswahl):

Hintergrundgespräch mit Medienvertretern (Frankfurt/M., 23.03.2015)

Hintergrundgespräch mit Wirtschaftsvertretern (Münster, 20.04.2015)

Workshop mit franziskanischen und dominikanischen Ausbildungsverantwortlichen: "Gemeinschaftsbildung in Gesellschaft, Kirche und Orden unter pluralen Bedingungen" (Köln, 28.-30.09.2015)

Dozierendenseminar der PTH Münster: "Gemeinschaft und Individualisierung. Was hält Gesellschaft, Kirche und Orden zusammen?" (Hamburg, 23./24.10.2015)

Forschungsreise nach México und in die USA - Treffen mit Vertreter*innen der Universidad Iberoamericana Santa Fé, der Universidad Iberoamericana Tijuana, mit Menschenrechtsaktivist*innen der Diözese Saltillo, dem Bischof von Saltillo, Mons. Raul Vera López OP, mit Vertreter*innen der Franciscan School of Theology Oceanside und der University of San Diego (25.02.-06.02.2016)

Fachgespräch in Kooperation mit dem Bereich Pastoral des Sekretariats der Deutschen Bischofskonferenz zum Thema "Neue Gemeinschaftsformen im urbanen Raum. Barcamps, Guerillagärten & Tauschläden als innovative Lern- und Lebensorte des Glaubens?" (Berlin, 09./10.03.2016)

Kolloquium mit Wissenschaftler*innen der VU - Vrije Universiteit Amsterdam und des DSTS - Dominicaans Studiecentrum vor Theologie en Samenleving (Amsterdam) zu Multiple Religious Belonging (MRB) und zum Projekt "Een nieuw Wij" (Amsterdam, 15. 04.2016)

Abschlusssymposium zum Forschungsprojekt: "Auf der Suche nach einem neuen 'WIR' / In Search on a new 'We'" (Wien, 14.-17.09.2016)

 

 

Buchpublikationen im Forschungsprojekt:  

Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hrsg.), Auf der Suche nach einem neuen WIR, Theologische Beiträge zu Gemeinschaft und Individualisierung, Aschendoff Verlag Münster 2016. Weitere Informationen zum Buch >>

Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel / Bernhard Kohl (Hrsg.), … am Ende ganz allein? Gemeinschaftsbildung in post-traditionalen Zeiten / … eventually all allone? Community-building in post-traditional times, Aschendorff Verlag Münster 2017. Weitere Informationen zum Buch >>

 

Verantwortlich seitens des IMDC: Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Dr. Bernhard Kohl OP

 

 


 

  

F_05

Forschungsprojekt 05 (2011-2013) (abgeschlossen):
GLAUBENSVERMITTLUNG IN GESELLSCHAFTLICHEN UND RELIGIÖSEN TRANSFORMATIONSPROZESSEN (SAECULUM-PROJEKT)
in Kooperation mit der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster

 

Im Anschluss an ein 2009 in Madrid durchgeführtes internationales Symposium „Woran glaubt Europa? / What does Europe believe in?“ bearbeitete das Forschungsprojekt „Glaubensvermittlung in gesellschaftlichen und religiösen Transfor-mationsprozessen“ die Säkularisierungsthematik. Das Phänomen der Säkularisierung wird dabei in seiner ganzen Widersprüchlichkeit als die Herausforderung für Kirchen, Orden, Religion und Theologie in Europa verstanden.

Ausgehend von den im zweisprachigen Kongressband veröffentlichten Diskussionsergebnissen [ Th. Dienberg / Th. Eggensperger / U. Engel (Hrsg.), Woran glaubt Europa? Zwischen Säkularisierung und Rückkehr des Religiösen / What does Europe believe in? Between secularization and the return of religious life, Münster 2010wurde die Frage diskutiert, wie eine (vor allem mendikantische) Ordenstheologie auf das Phänomen reagieren kann. Welche Konsequenzen haben die aktuellen Entwicklungen für die Ausbildung der nächsten Religiosengeneration und vor allem für das pastorale Handeln der Orden. Eine im Forschungsprojekt an-gesiedelte empirische Studie (qualitativ und quantitativ) von Michael N. Ebertz und Lucia Segler (beide Freiburg/Br.) untersuchte die Säkularisierungstendenzen nach innen.

Drei Schwerpunkte/Fragestellungen bestimmten das Forschungsprojekt insgesamt:
-
Säkularisierungstendenzen in den (Mendikanten-)Orden selbst
- Wie muss/soll eine pastorale Praxis auf säkularisierte Kontexte reagieren?
- Beitrag der Franziskanischen Tradition und Spiritualität

Eine Website hat Materialien zum Forschungsprojekt gesammelt: www.saeculum.eu. Im Sommer 2013 hat die Arbeit mit einem internationalen Symposium in Freising (Deutschland) ihren Abschluss gefunden. Eine Publikation dieser Tagung liegt vor. Die Veröffentlichung der Untersuchung von Ebertz/Segler folgt Anfang 2015.

 

Aktivitäten (Auswahl):

Workshop franziskanischer Pastoralpraktiker_innen I+II (Frankfurt/M., 12.01. + 12.07.2012)

Internationales theologisches Symposium (Münster, 15.-18.03.2012)

Seminar „Säkularisierung“ (PTH Münster, SoSe 2012)

Seminar „Säkularisierung“ (Universität Potsdam, SoSe 2012)

Studienreise USA (Chicago, St. Louis, New York, 30.04.-11.05.2012)

Seminar der PTH-Dozierenden „Säkularisierung“ (Erfurt, 01./02.06.2012)

Pastoraltheologischer Workshop (Berlin, 23.-24.11.2012)

Abschlusssymposium: „Fremde Heimat Welt“ (Freising, 01.-05.07.2013)

 

Buchpublikationen im Forschungsprojekt: 

  • Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hrsg.), Säkulare Frömmigkeit. Theologische Beiträge zu Säkularisierung und Individualisierung, Münster 2013.
  • Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hrsg.), Himmelwärts und weltgewandt. Kirche und Orden in (post-)säkularer Gesellschaft / Heavenward and Worldly. Church and Religious Orders in (Post) Secular Society, Münster 2014.
  • Michael N. Ebertz / Lucia Segler, Orden und Säkularisierung. Ergebnisse aus Befragungen von Mendikanten in Deutschland, Österreich und der Schweizsphänomene in den männlichen Mendikantenordensgemeinschaften. Ergebnisse einer empirischen Studie (Kultur und Religion in Europa Bd. 10), Berlin 2015.

 

Verantwortlich: Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap, Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, Prof. Dr. Ulrich Engel OP, Dr. Bernhard Kohl OP

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Website des Forschungsprojekts 

Internationale Bibliographie zur Säkularisierungsthematik (work in Progress)

 

 

F_04

Forschungsprojekt 04 (seit 2001):
POST_MODERN: RELIGION & PHILOSOPHIE

 

Im Laufe der letzten Jahre sind im Institut M.-Dominique Chenu eine ganze Reihe von Arbeiten entstanden, die sich direkt oder indirekt mit dem Phänomen einer (wirklichen oder diskursiven?) Wiederkehr der Religion in post/moderner Philosophie oder mit theologischen und politischen Repräsentationskulturen befassen. Religion hat heute wieder theoretische Relevanz. Publiziert wurden seitens des Institut M.-Dominique Chenu Texte zu G. Agamben, M. de Certeau SJ, J. Derrida, M. Foucault, J.-L. Nancy und G. Vattimo.

 

Publikationen
Im Forschungsbereich „Post_Modern: Religion & Philosophie“ [Auswahl]

  • Christian Bauer / Michael Hölzl (Hrsg.), Gottes und der Menschen Tod. Die Theologie vor der Herausforderung Michel Foucaults, Mainz 2003.
  • Christian Bauer, Zeugen für das Heilige. Schwacher Glaube in postsäkularer Zeit, in: Peter Hardt / Klaus von Stosch (Hrsg.), Für eine schwache Vernunft? Beiträge zu einer Theologie nach der Postmoderne, Ostfildern 2007, 135-140.
  • ---, Vom UnSagbaren sprechen. Postmoderne Sprachprobleme und theologische Erkenntniswege, in: Marcus Splitt unter Mitarbeit von Friedemann Knödler (Hrsg.), Kontextualisierung im postmodernen Pluralismus (AfeM Mission scripts Bd. 26), Nürnberg 2008, 78-83.
  • Thomas Eggensperger, Sich Reiben an der Religion. Zu Gianni Vattimos Blick auf Christentum und Kirche, in: Zibaldone 51 (2011), 127-132.
  • Ulrich Engel, Religiöse (Nicht-)Identität. Reflexionen mit Jacques Derrida, in: Jacques Haers / Peter De Mey (Hrsg.), Theology and Conversation. Towards a Relational Theology (Bibliotheca Ephemeridum Theologicarum Lovaniensium Bd. 172), Leuven 2004, 803-811.
  • ---, „...man muß mit den Gebeten beginnen“. Von Ferne grüßt Jacques Derrida die neue Politische Theologie, in: Bertil Langenohl / Christian Große Rüschkamp (Hrsg.), Wozu Theologie? Anstiftungen aus der praktischen Fundamentaltheologie von Tiemo Rainer Peters (Religion – Geschichte – Gesellschaft. Fundamentaltheologische Studien Bd. 32), Münster 2005, 39-58.
  • ---, Nicht-Orte. Über Flüchtlingslager, Mobilitätspolitiken und eine Leerstelle im Gefüge der Macht, in: Concilium (D) 43 (2007), 235-244.
  • ---, Entzug der Göttlichkeit als christliches Dispositiv. Eine Relecture von Jean-Luc Nancys Dekonstruktion des Christentums, in: Thomas Dienberg / Thomas Eggensperger / Ulrich Engel (Hrsg.), Säkulare Frömmigkeit. Theologische Beiträge zu Säkularisierung und Individualisierung, Münster 2013, 87-103.
  • ---, Die Stadt als Schrift Gottes. Skizzen zu einer politischen Ekklesiologie im urbanen Raum im Anschluss an Michel de Certeau SJ, in: Henning Klingen / Peter Zeillinger / Michael Hölzl (Hrsg.), Extra ecclesiam… – Zur Institution und Kritik von Kirche (Jahrbuch Politische Theologie Bd. 6/7), Berlin 2013, 262-285.
  • ---, Mystische Körper zwischen Präsenz und Absenz. Philosophisch-theologische Ermittlungen im Anschluss an Michel de Certeau SJ, in: Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster. Hochschulbericht 2013/2014, 38-50.
  • ---, Armut als Gabe und Gastfreundschaft. Zur biopolitischen Relevanz der communitas nach Roberto Esposito, in: Thomas Möllenbeck / Ludger Ä. Schulte (Hrsg.), Kirche und Geld. Armut als Thema der Theologie heute, Münster 2015 (i,V.).
  • ---, Politische Theologie "nach" der Postmoderne. Geistergespräche mit Derrida & Co., Matthias Grünewald Verlag 2016, 32017.
  • Gianni Vattimo / Richard Schröder / Ulrich Engel, Christentum im Zeitalter der Interpretation, hrsg. von Thomas Eggensperger, Wien 2004.

 

Verantwortlich seitens des IMDC: Prof. Ulrich Engel OP 

 


 

F_03

Forschungsprojekt 03 (seit 2001):
MARIE-DOMINIQUE CHENU ALS THEOLOGE DER "ZEICHEN DER ZEIT"
 


In der bewegten Biographie von Marie-Dominique Chenu OP (1895-1990) spiegeln sich Auf- und Abbrüche von annähernd 100 Jahren römisch-katholischer Kirchengeschichte. Als zentrale Gestalt von Nouvelle théologie und Arbeiterpriesterbewegung steht er wie kein anderer für den französischen Frühling der Kirche in der unmittel-baren Nachkriegszeit, der im Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) weltkirchliche Früchte tragen sollte.

Um das theologische Erbe des Dominikaners im deutschen Sprachraum neu fruchtbar zu machen, gibt das Institut M.-Dominique Chenu in loser Folge eine Auswahl seiner Werke heraus. In der „Collection Chenu“ liegen bislang fünf Bände vor.

Im Rahmen unseres Arbeitsschwerpunktes zu M.-D. Chenu sind die wichtige Dissertation von Christian Bauer („Ortswechsel der Theologie“) sowie eine Reihe größerer und kleinerer Veröffentlichungen zu Person bzw. ausgewählten Werkaspekten entstanden. Im Umfeld des Konzilsjubiläums halten Mitglieder des Instituts in diversen Universitäten und Hochschulen, an Akademien und in Gemeinden regelmäßig Vorträge.

 

Collection Chenu
hrsg. vom Institut M.-Dominique Chenu durch Christian Bauer, Thomas Eggensperger, Ulrich Engel

|  M.-D. Chenu, Leiblichkeit und Zeitlichkeit, Berlin 2001, 75 S. [vergriffen].
|  M.-D. Chenu, Le Saulchoir. Eine Schule der Theologie, Berlin 2003, 194 S., € 16,80.
|  Von der Freiheit eines Theologen. M.-D. Chenu im Gespräch, Mainz 2005, 252 S., € 13,80.
|  M.-D. Chenu, Theologie als Wissenschaft im 13. Jahrhundert, Ostfildern 2008, 176 S., € 14,90.
|  M.-D. Chenu, Theologie der Arbeit, Ostfildern 2013, 116 S., € 12,99. 

 

Verantwortlich seitens des IMDC: Prof. Dr. Christian Bauer OPL

 

Collection Chenu im Matthias-Grünewald-Verlag Ostfildern 

 


 

F_02

Forschungsprojekt 02 (abgeschlossen):
THEOLOGIE OST

in Kooperation mit dem Bonifatiuswerk Paderborn und dem Institut für Pastoralhomiletik Düsseldorf

 

Jahrzehnte nach dem Mauerfall stellt die religiös-kirchliche Situation in Ostdeutschland keinen Sonderfall mehr da, sondern kann als Paradigma für Gesamtdeutsch-and betrachtet werden. Das Projekt Theologie OST setzte sich, ausgehend von den verschiedenen soziologisch-empirischen Erhebungen, Erklärungs- und Deutungsan-sätzen zur religiösen Landschaft in den neuen Bundesländern, mit theologischen Horizonten und pastoralen Handlungsgestalten (in Ostdeutschland) auseinander. Dabei wurden vornehmlich drei Themenfelder bearbeitet:

 

1. Dogmatisch-ekklesiologisches Feld

Für die katholische Kirche ist die innere Einheit von persönlichem Glauben und Kirchengemeinschaft konstitutiv. Die religionssoziologischen Erhebungen zeigen im Ergebnis aber, dass für die meisten Probanden die beiden Bereiche auseinanderfallen. Was bedeutet dieser Befund für das Ausbuchstabieren einer (genuin ostdeutschen) Ekklesiologie?

 

2. Fundamentaltheologisch-anthropologisches Feld

Falls es „areligiöse" Menschen in Ostdeutschland gibt, stellt sich die Frage, ob die theologisch-anthropologische Figur des „desiderium naturale" mit der Säkularisierung (in Ostdeutschland) obsolet geworden ist und was dies für eine theologische Anthropologie bedeutet: ist der „Homo areligiosus" ein Mensch, der sein Menschsein verfehlt oder nicht voll entfaltet?

 

3. Kulturtheologisches Feld

Wir sprechen spätestens seit dem Vaticanum II von der Inkulturation des Evangeli-ums in die kulturell unterschiedlichen Kontexte. Gibt es auch eine kulturelle Inkultu-ration des Evangeliums in "unreligiöse Kontexte"? Und wenn ja: Wie verändert diese Tatsache unsere Predigt des Evangeliums?

 

Verantwortlich seitens des IMDC: Dr. Bernhard Kohl OP 

 

Bonifatiuswerk Paderborn 

Institut für Pastoralhomiletik Düsseldorf

 


 

F_01

Forschungsprojekt 01 (abgeschlossen):
NEUE SICHTBARKEIT DES RELIGIÖSEN IN EUROPA


Religion gehört zu den „Megatrends“ des beginnenden 21. Jahrhunderts. Sozial- und Trendforscher diag­nosti­zieren eine wachsende Bedeutung des Religiösen im als „säkularisiert“ etikettierten Westen Europas. Spätestens der 9/11-Schock hat die Einsicht befördert, dass „das Selbstverständnis des modernen Europa als einer säkularen Kultur auf Täuschung beruhte, womit eine vielgestaltige recherche de la religion perdue in Gang gesetzt wurde.“ (Sigrid Weigel, Zentrum für Literaturforschung, Berlin)

 

Verantwortlich seitens des IMDC: Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP

 

Details (pdf)

 


 

 

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