Universität Köln, PTH Münster und Institut M.-D. Chenu veranstalten internationale wissenschaftliche Tagung

 

 

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[31.01.2019] Nach einer Hochphase politisch-theologischer Reflexion an den Theologischen Fakultäten von den 1970er bis Anfang der 1990er Jahre ist das Anliegen Politischer Theologien in den letzten drei Dekaden hierzulande allenfalls vereinzelt weiterverfolgt worden. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund zahlreicher zum großen Teil globaler gesellschaftlicher Krisen und Konflikte lassen sich derzeit allerdings auch im deutschsprachigen und europäischen Raum zunehmend mehr Versuche verzeichnen, dass Vorhaben Politischer Theologien erneut gegenwartssensibel aufzugreifen und dem weiterentwickelten philosophischen und sozialwissenschaftlichen Reflexionsstand entsprechend fortzuschreiben.

Angesichts dieser Diagnose luden der Lehrstuhl für Systematische Theologie am Institut für Katholische Theologie der Universität zu Köln (vertreten durch Prof. Dr. Saskia Wendel und Jan Niklas Collet, Mag. Theol.) sowie das Institut M.-Dominique Chenu Berlin und die Professur für Philosophisch-theologische Grenzfragen an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster (beide vertreten durch Prof. Dr. Ulrich Engel OP) am 25./26. Januar 2019 zu einer international besetzten Tagung nach Köln ein. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, aus Spanien, Belgien und Großbritannien, sowie aus Südafrika und Peru diskutierten u.a. die Frage, welche/n Theorierahmen eine gegenwärtige Politische Theologie wählen kann bzw. soll. Ein besonderes Augenmerk kam auch der Frage zu, inwiefern gegenwärtige Politische Theologie konkrete Themenfelder wie Arbeit, Ökologie, Geschlechter, Migration etc. zu reflektieren hat, und welches aktuelle Theoriedesign hier jeweils am ehesten weiterführt.

Die in Köln versammelten Theologinnen und Theologen sprachen sich einhellig dafür aus, die begonnene Diskussion im kommenden Jahr im Rahmen eines ähnlichen Formats an Hand eines klassischen Begriffs der neuen Politischen Theologie (z.B. Hoffnung, Nachfolge) zu vertiefen.

Die Kölner Tagung wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert.

 

Programm und weitere Informationen zur Tagung >>

 

 

 

 

 

Thomas Eggensperger OP referiert in Mainz über "Arbeit & Freizeit - Zeitrhythmen der Gegenwart"

 

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[19.01.2019] Im Rahmen eines Treffens der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz (K III) unter dem Vorsitz des Osnabrücker Bischofs Dr. Franz-Josef Bode am 16./17. Januar 2019 in Mainz baten die versammelten Bischöfe und Berater*innen um eine Studieneinheit, die sich in besonderer Weise den Veränderungen auf dem Feld der Freizeit und des Tourismus widmete.

Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A. (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster), Sozialethiker und selbst Mitglied der der Pastoralkommission zugeordneten „Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Freizeit und Tourismus“ (KAFT), ging in seinem Statement „Arbeit & Freizeit – Zeitrhythmen der Gegenwart“ auf zentrale gesellschaftliche Entwicklungen ein. Diese zeichnen sich durch gewisse Ambivalenzen aus: Arbeit und Freizeit stehen dem Bedürfnis nach Muße gegenüber, den Dynamisierungsprozessen unserer Zeit steht die Suche nach Zeitsouveränität entgegen. Kirche ist Teil der Freizeitkultur und ihr eignet eine gewisse Expertise in Sachen Entschleunigung (contemplatio) und Tourismus (Wallfahrten, Kunst- und Kulturgeschichte). Nicht zuletzt die soziale Dimension des christlichen Glaubens lässt Theologie und Seelsorge sensibel werden für die Herausforderungen in der Suche nach neuen bzw. alternativen Gemeinschaftsformen.

 

Website der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) >>

Mitglieder der Pastoralkommission der DBK (K III) >> 

 

 

 

 

Ulrich Engel OP spricht in der Ev.-luth. Marktkirche Hannover über "Politische Spiritualität"

 

Foto: PTH Münster

[10.01.2019] Auf Einladung des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover referierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) am 9. Januar 2019 in der Evangelische-lutherischen Stadtkirche Hannover über Spiritualität. Die schon über lange Jahre etablierte Vorlesungsreihe widmet sich 2019 dem Thema "Spiritualität - Auf der Suche nach Sinn und Erfahrung". Im Ausgang von der neuen Politischen Theologie wählte Engel das Thema "Politische Spiritualität". Dazu untersuchte er zwei frühe Texte von Johann Baptist Metz. Zudem griff er auf Tiemo Rainer Peters OP († 2017) zurück. In einem zweiten Teil des Vortrags unternahm Engel eine kritische Relecture des Begriffs des "christlichen Abendlandes" in der Verwendung bei AfD und Pegida. Hier bezeichnete er die "Kaperung" des Terminus "christliches Abendland" durch die Neue Rechte als "unchristlich".

Die Vortragseihe ist eine Gemeinschaftsveranstaltung von der Ev.-luth. Marktkirchengemeinde Hannover, der Liberalen Jüdischen Gemeinde Hannover, dem Arbeitsfeld Kirche und Judentum im Haus kirchlicher Dienste der Ev.-luth. Landeskirche Hannovers, des Begegnung Christen und Juden Niedersachsen e.V., der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Hannover, des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover und der Ev. Stadtakademie an der Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover.

 

Programm de Vortragsreihe >>

Website des Forschungsinstituts für Philosophie Hannover >> 

 

 

 

 

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WiSe 2018/19 AKTUELL


PTH Münster
VL M12: Christliche Sozialethik (Eggensperger) >>
VL M23/Liz.: Theologie der Erfahrung (Engel) >>
VL Liz.: Mystische Dimensionen des Islam (Halft) >>
 
LMU München
Die Tugend der „Prudentia“ bei Thomas von Aquin (Eggensperger) >>
 
KU Eichstätt-Ingolstadt
VL Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt (Eggensperger) >>
 
Pontificio Istituto di Studi Arabi e d’Islamistica Roma (PISAI)
• Seminar Liz.: Inroduction to Arabic Manuscript Studies (Halft) >>
 
 
 

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