Thomas Eggensperger OP veröffentlicht PThI-Aufsatz

 

[1.4.2015] Die neueste Ausgabe der Online-Zeitschrift "Pastoraltheologische Informationen" (PThI) widmet sich dem Thema "Liquid church". Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP, M.A., Geschäftsführender Direktor des Institut M.-Dominique Chenu Berlin und Professor für Sozialethik an der Phil.-Theol. Hochschule Münster, hat für diese PThI-Nummer einen Beitrag zum Thema "Orden in der Kirche" verfasst. Darin befasst er sich mit der Praxis der Verkündigung "an den Grenzen zwischen Struktur und Charisma", so der Untertitel seines Aufsatzes.

Im Summary des Textes heißt es: "In der Gemengelage von Kirche und Moderne sowie Struktur und Charisma haben die religiösen Orden durchaus ihren Platz. Sie sind unabhängiger von formellen Strukturen oder doktrinären Verbindlichkeiten, weil sie unbefangener mit ihnen umgehen können, als es eine hierarchisch und dogmatisch durchorganisierte Kirchenleitung vermag. Hilfreich sind den Orden nicht nur ihre (Gründungs-)Geschichte, sondern auch ihre Möglichkeiten, jenseits fester Strukturen nach Orten der Verkündigung zu suchen. Das Modell einer liquid church hat in der Tradition der Kirchen keinen wirklichen Platz. Der Vorschlag Wards ist aber geeignet, über Formen jenseits 'solider' Strukturen nachzudenken. Dazu wird ein Forschungsprojekt des Forschungsinstituts M.-Dominique Chenu der Dominikaner und der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster rezipiert, das untersuchte, inwieweit die gesellschaftlichen Transformationsprozesse zum einen die Bettelorden in ihrer Existenz prägen und zum anderen auf Zukunft hin herausfordern. Die Situation der Orden und ihre Perspektive wird in zweifacher Hinsicht beleuchtet: zum einen spirituell im Umfeld 'Klöster und Tourismus' und zum anderen theologisch über die „Orte der Verkündigung“.

Bibliographische Angaben: Thomas Eggensperger, Verkündigen an den Grenzen zwischen Struktur und Charisma, in: Pastoraltheologische Informationen 34,2 (2014), 99-113.

 

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Ulrich Engel OP: Vortrag im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte

 

[26.3.2015] Auf Einladung des Freundeskreises des Museums referierte Prof. Dr. Ulrich Engel OP (Institut M.-Dominique Chenu Berlin / Philosophisch-Theologische Hochschule Münster) am 25. März 2015 zum "Erbe der Reformation aus katholischer Sicht". Die Vortragsveranstaltung fand in den Räumen der ständigen Ausstellung des Potsdamer Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte statt. In Vorbereitung auf den 500. Jahrestag des Thesenanschlags von 1517 begab sich Engel auf die Spuren von Martin Luther in einem, wie es im Titel des Vortrags hieß, "nachreformatorischen Land". Dabei betonte er den zwischen 1517 und 2017 grundlegend veränderten gesellschaftlichen Kontext: Während es Luther und seinen Mitstreitern um eine Reform der Form des Glaubens ging, steht dieser heute - zumindest in seiner kirchlich verfassten Gestalt - ganz grundsätzlich zur Disposition. Angesichts der post/säkularen Gesellschaft wie auch der auf Grund des starken Globalisierungsdrucks notwendig gewordenen Religionsdialoge braucht es, so die These Engels, ein neues ökumenisches Miteinander. Anders werden die Christen ihre Stimme nicht glaubwürdig erheben können. Im zweiten Teil seines Vortrags ging der Referent auf innerökumenische Streitpunkte ein und markierte Zielperspektiven, auf die hin die Überwindung der Kerndifferenzen (Amt/Petrusdienst, Abendmahl) zu bearbeiten sind. Hier bedarf es nach Engel dringend eines neuen theologisch-ökumenischen Kreativitätsschubs!

 Website des Hauses der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte >>

 

 

 

 

Auftakt zum neuen Forschungsprojekt "Gemeinschaft"

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[24.3.2015] Als erste Veranstaltung im Rahmen des neuen Forschungsprojekts "Gemeinschaft und Individualisierung. Was hält Gesellschaft, Kirche und Orden zusammen?" (2014-2016) der Philosophisch-Theologischen Hochschule Münster (PTH) und des Institut M.-Dominique Chenu Berlin (IMDC) organisierten die Verantwortlichen ein Expertengespräch in Frankfurt. Am 23. März 2015 trafen sich in den Räumen der Katholischen Fernseharbeit seitens des Projekts Prof. Dr. Thomas Dienberg OFMCap (PTH), Prof. Dr. Thomas Eggensperger OP (PTH/IMDC), Prof. Dr. Ulrich Engel OP (PTH/IMDC) und Bernhard Kohl OP (IMDC) mit einigen Medienvertretern aus dem Rhein-Main-Raum. Moderiert von Christophorus Goedereis OFMCap (Frankfurt)/M.) wurden in dem Expertengespräch, das den Wissenschaftlern aus Münster und Berlin vor allem zur Orientierung dienen sollte, Fragen nach Trends in der Eventbranche, nach neuen technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Mediensektor sowie nach verändertem Konsumverhalten der Nutzer/-innen diskutiert. Deutlich wurde vor allen Dingen, dass eine ganze Reihe gegenläufiger Trends zu beobachten sind, welche alle eindimensional argumentierenden Zukunftsprojektionen eher fragwürdig aussehen lassen. Dies gilt in hohem Maße auch für die Frage, ob neue Medienentwicklungen eher Individualisierungstendenzen Vorschub leisten oder doch eher (zeitlich begrenzte) Vergemeinschaftungen fördern - eine Frage, die nicht zuletzt für Gestalten kirchlicher Pastoral von höchster Bedeutung ist.

Weitere Expertengespräche mit Vertreter/-innen aus den Bereichen Wirtschaft (in Münster) und Politik (in Berlin) folgen im April und Mai 2015.

→ Website des Forschungsprojekts / Website of the Research Project >> 
  

 

 

 

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Universität Hannover
• SE: Gottesfrage. Erkundungen mit Thomas v. Aquin (Eggensperger)
 
KU Eichstätt
SE: Das "Gesetz" in der STh des Thomas v. Aquin (Eggensperger)
LK: Das Politische in/an Hannah Arendts „Freundschaft“ (Eggensperger)
 
Theol. Fakultät Trier
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